Newsletter (3)

Bild von Dr. Robert Schröder

Saarbrücken a. d. Saar, Saarland, den 23.10.2000

Liebe Sängerinnen und Sänger,
liebe Externe,
liebe Roberts,
liebes Gesox,

in der heutigen Ausgabe:

  • Ihr seid so lieb
  • Von Südländerinnen und sexueller Neuorientierung
  • Chormitglied wildert in Australia
  • Sonstiges

Ihr seid so lieb

Danke für die vielen, vielen emails, die Ihr mir als Reaktion auf meine ersten beiden mails geschickt habt. Ich bin sehr glücklich. So kann ich hier und jetzt voller Stolz bereits den zweiten Newsletter präsentieren. Üble Gerüchte und wahre Halbwahrheiten, die Ihr mir mitgeteilt habt, gibt es unter ‘Sonstiges’.

Von Südländerinnen und sexueller Neuorientierung

Nachdem ich in der letzten mail das Thema Paarbildung großzügig besprochen habe, ist aber auch von einer Trennung zu berichten, nämlich von der von Phillip und Miriam. Phillip allerdings ist bereits neu verliebt, und zwar in eine gewisse Aprilia Habana. Muß wohl eine Südländerin sein. Ob das mal gut geht. Er hat nur noch Augen für sie, schwärmt von ihren tollen Rundungen und davon, wie schnell sie ihn von null auf… …äh… …sagen wir fünfzig bringt. Außerdem hat er bereits einen Prospekt zum Ausklappen (!), in dem sie in voller Schönheit abgebildet ist. Er kann kaum erwarten, endlich auf sie drauf zu kommen.

Abgesehen von diesen Entwicklungen haben Silke und Hans-Björn, die die letzten Mißverständnisse zwischen den Geschlechtern mit Hilfe des Buches “Männer sind anders, Frauen auch” aus dem Weg geräumt haben und jetzt in milder Haarmonie dahinsiechen, Phillip versucht, auf dem letzten Apres Choeur bei Nina ein paar Tips zu geben. Mit dem Erfolg, daß er jetzt endgültig die Schnautze voll hat, sich das Buch “101 Gründe, ohne Frauen zu leben” gekauft hat und lieber lesbisch werden will. Wo soll das nur hinführen..?

Chormitglied wildert in Australia

Der von uns allen und besonders von Nina geschätzte Hendrik befindet sich ja bereits seit Mai in Down-Under. Zu einem regelrechten Zusammenstoß mit australischem Kulturgut kam es vor ein paar Tagen, als unser Hendrik irgendwo in der australischen Pampa im Auto mit seinem Kühler ein suizidales Känguruh vom Leiden dieser Welt befreite. Das bedauernswerte Tier stand wohl am Straßenrand und hüpfte just in dem Moment auf die Straße, als Hendrik vorbeifuhr. Die Annahme eines Freitodes liegt also nahe.

Die Tatsache, daß australische Autos meist schon eine entsprechende Stoßstange, die erlegtes Frischfleisch automatisch an den Wegesrand transportiert, serienmäßig montiert haben, läßt jedoch darauf schließen, daß das Überfahren eines Känguruhs dort so normal ist, wie hier das eines Fuchses oder Igels. Kondolieren könnt Ihr Super-Brugsen, der als Beutelhund ja quasi direkt von diesem furchtbaren Zwischenfall betroffen ist.

Sonstiges

Subversiven Frankfurter Informationen zufolge, sollen Hans-Björn und Silke angeblich poppen! Sie sind schon so gut wie schwanger.

Die Proben wurden bis auf weiteres eher in Richtung Freitag verschoben, da der kleine Robert immer noch arbeitet. Sie wollten ihn übrigens nach Algerien schicken. Zwei Monate lang. Über Silvester. Aber er hat abgesagt. Guter Robert!

Außerdem sollen auch Iris und Dirk poppen! Auch die sind schon so gut wie schwanger.

Kirstin wurde von einem Chormitglied etwas gedankenverloren in der Parfumabteilung von Karstadt gesichtet. Ihr geht es soweit gut.

Sogar Frank und Uschi sollen poppen. Und auch sie sind so gut wie schwanger.

Einer der unvergeßlichsten Chorleiter, den die Welt je gesehen hat, ist zweifellos Detlev Zimmermann. So wie er mit seiner Interpretation von ‘Schneeflöckchen’ zweimal infolge bereits nach zwei Takten Jakob zum Kotzen gebracht hat, schafft das heute vielleicht nur noch Hans-Björn mit seiner Süßholzraspelei. Leider hat Jakob damals nicht wie ich Polyester erbrochen, sondern übelriechende, angesäuerte Muttermilch. Nur damit sich wieder alle erinnern. Jedenfalls hat sich Detlev bei Brigitte blicken lassen um sich die Noten von ‘Sing to the Lord’ abzuzholen. Er leitet jetzt in Mannheim einen Männerchor (was soll man in Mannheim auch sonst leiten), mit dem er demnächst ein Konzert gibt. Ansonsten arbeitet er in Darmstadt. Allerdings zieht er bald nach Ludwigshafen um. Liebe Grüße von ihm an alle.

ClaudiDuDa sind auch am poppen dran. Hier kann man allerings nur hoffen, daß es keine Schwangerschaft und wenn doch nicht noch einen DiDuDa gibt.

Andreas hat genug vom Poppen und hätte jetzt doch lieber einen Fernseher.

bis bald, BAB,

Euer Dr. Schröder