Saarbrücken a. d. Saar, Saarland, den 1.2.2001
Liebe Sängerinnen und Sänger,
liebe Externe,
liebe Roberts,
liebes Gesox,
in der heutigen Ausgabe:
- Happy New Year
- Der Västeras-Report
- ‘Spooren im Dung’-Trophy 2000/2001
- In Concert
- Fazit
- Sonstiges aus Saarbrücken
- Unterhöllgrund
Happy New Year
Ich hoffe, Ihr hattet alle eine schöne Weihnachtszeit und ein schönes Silvesterfest. Ich habe Silvester alleine bei Silke verbracht. Man hatte mich auf die Heizung gesetzt und mir eine Fototapete vor die Augen geklebt. Im Schweden wurde dann das Gerücht verbreitet, Schröder sei in der Südsee und deshalb nicht mit bei den Dänen. Von wegen!
Wie dem auch sei, Lotti hat mir alles haarklein erzählt, so dass ich Euch nun berichten kann.
Der Västeras-Report
Pünktlich zur Anreise in Väteras hat es geschneit. Wie sich das gehört. Am 28. lagen locker schon 20 cm Schnee, und fortan schneite es fast jede Nacht noch ein bißchen nach.
Das Haus der Dänen liegt in einem Vorort, in dem ausschließlich so kleine bunte Schwedenhäuschen stehen, wie vorne drauf auf dem TUI-Reisekatalog Schweden. Nun stelle man sich diese kleinen Häuschen vor, jedes mit einem kleinen Vorgarten, tief verschneit, mit Lichterketten in den Hecken, alles weiß und glitzernd. Wie in einem Märchen…
‘Spooren im Dung’-Trophy 2000/2001
Und langweilig wurde es auch nicht. Den ersten Abend verbrachte man noch unbekümmert mit einer Mörderscheeballschlacht, dann bemerkte Kirstin, sie fühle sich so flau im Magen. Und dieser Moment kann als der Beginn der “‘Spooren im Dung’-Trophy 2000/2001” angesehen werden. Fortan wurden folgende drei Viren wechselseitig unter den Bewohnern ausgetauscht: - das I-Virus (Influenza) - das V-Virus (V=Vomitus=Kötzeln) - das D-Virus (D=Diarrhoe=Flitzkacke)
Alle diese “Viren” legten die Befallenen meistens nur einen knappen Tag lahm, so daß die ganze Sache mehr lustig als tragisch war. Es gab noch drei ‘Abwandlungen’:
Jan schleppte eine verschleppte ‘Angina tonsillaris’ ein, die ihm ein geschwollenes Zäpfchen in der Größenordnung eines Glockenbömmels bescherte und ihn als einzigen richtig krank herniederstreckte.
einige wollten dem V-Virus den Erfolg nicht gönnen und kämpften lieber mit Übelkeit (Prä-Vomitus), statt es hinter sich zu bringen.
Angreas wurde just in dem Moment von einem Virus der Klasse I erfaßt, als er hörte, man plane ein T-Shirt mit einer Krankenstatistik drauf. Diese Influenza hypochondria verflog, als man ihm zusicherte, ihn namentlich auf dem T-Shirt unterzubringen. Besagte Viren verteilten und verbreiteten sich wie folgt:
| Datum | Influenza | Prä-Vomitus | Vomitus | Angina tonsillaris | Diarrhoe |
| 28.12. | Jan Niklas | ||||
| 29.12. | Constanze | Jan Niklas | Kirstin | ||
| 30.12. | Constanze Hans-Bjørn |
Philip | Jan Niklas | Kirstin Philip |
|
| 31.12. | Constanze Hans-Bjørn Philip Silke |
Kirstin Silke |
Philip Claudia Stephan |
Jan Niklas | Kirstin Philip Silke |
| 01.01. | Andreas Constanze Hans-Bjørn Philip |
Dirk Lisbeth Jan Niklas Jakob |
Jan Niklas | Constanze Kirstin Lisbeth Dirk |
|
| 02.01. | Constanze Hans-Bjørn Silke |
Kirstin | Jan Niklas | Jan Niklas | |
| 03.01. | Philip Hans-Bjørn Constanze |
Jan Niklas | Claudia | ||
| 04.01. | Hans-Bjørn Constanze |
Jan Niklas |
Klingt jetzt alles schlimmer als es war. Oder wie Philip sagte: “Gibt es eine Gruppe, mit der man lieber zusammen krank sein möchte?” Jeden Morgen beim Frühstück wurde durchgezählt und jeden Morgen hatte es jemand anderen erwischt. Man stelle sich das Gelächter vor, wenn plötzlich wieder jemand aufsprang und panisch Richtung Toilette hetzte.
In Concert
Trotz aller Widrigkeiten gaben wir zwei Konzerte. Das erste am Neujahrsmorgen in einer benachbarten Kirche, mit ausschließlich geistlichen Stücken. Ein voller Erfolg. Der Pfarrer hatte den Segen noch nicht ganz ausgesprochen, da hechtete Constanze aus dem Saal. Das D-Virus verlangte nach seinem Recht.
Konzert Nr. 2 fand in einem Einkaufszentrum in Västeras selbst statt. An drei Stellen sangen wir je 15 Minuten, weitgehend ungehört wegen penetranter Kaufhauslautsprecherbeschallung. Doch auch dieses Konzert war ein Erfolg, denn am nächten Tag erhielten wir zum Dank Einkaufsgutscheine im Wert von fast 400 DM. Diese setzten wir prompt in Lebensmittel um und genossen am letzten Abend Hummercremesuppe, Rindergeschnetzeltes in Sahnesauce und Tiramisu.
Fazit
Der Jahreswechsel war superschön, die Dänen nach langer Zeit mal wieder zu sehen superüberfällig und Jonas und Lisbeth haben unermüdlich alles dafür getan, daß sich alle pudelwohl fühlen konnten.
Sonstiges aus Saarbrücken
Hendrik beglückte uns und vor allem Nina zum Jahreswechsel durch seine Anwesenheit. Seit ein paar Tagen ist er wieder in Down-Under und wird wohl noch ein geschlagenes halbes Jahr dort bleiben.
Brigitte hat einen Job in St. Ingbert bei einer Beratungsstelle der Caritas und wird seitdem mit weiteren Jobangeboten geradezu überhäuft. Im Moment ist sie leider wegen einer sehr unangenehmen Allergie krankgeschrieben. Wir denken aber alle an sie und deshalb geht’s ihr auch bald schon wieder gut.
Philip hat endlich eine neue… …Aprilia Habana (Ihr erinnert Euch).
Moll-Profitlichs geben ihre Stadtresidenz auf und ziehen vollends zusammen ins Naherholungsgebiet Fechingen. Ich kann nur hoffen, daß sie mich nicht auf der Heizung vergessen.
Jürgen ist tatsächlich mittlerweile nach langem Hin und Her in Genua gelandet.
Unterhöllgrund
Liebes Gesox, ich freue mich so sehr darauf, Euch alle alle alle vom 23.02.-28.02. in Unterhöllgrund zu sehen. Also kommt mir jetzt nicht mit so Dinge wie “Och, das hab’ ich gar nicht mitbekommen.”, oder “Da kann ich aber gar nicht!”. Nicht lang schnacken, Koffer packen!
Also, spätestens bis zum 28., ansonsten
bis bald, BAB,
Euer Dr. Schröder

