Saarbrücken a. d. Saar, Saarland, den 30.4.2001
Liebe Sängerinnen und Sänger,
liebe Externe,
liebe Roberts,
liebes Gesox,
in der heutigen Ausgabe:
- Unterhöllgrund
- Die Sparkasse am Ende des Universums
- Leben, Proben und Essen in Unterhöllgrund
- Fazit
- Choeur Fixe
Unterhöllgrund
Zugegeben, es ist schon etwas länger her, aber die nächste Chorfreizeit steht ja quasi schon vor der Tür und ich dachte mir, ich könnte Euch ja mal erzählen, was Ihr alles verpaßt habt, damit Ihr auch ja nach Schmittshausen kommt. Vom 23. Februar bis zum 28. Februar sollte nun also die Ersatz-SCF stattfinden, nachdem die eigentliche SCF ja wegen Dänenbesuchs ausgefallen war. Insbesondere sollten die aktuellen Quitschies aus dem Chor mal so richtig sehen, auf was sie sich da eingelassen haben. Wie soll ich sagen, von den Neuen kam dann genau eine, nämlich Kerstin. Aber wir sind ja um jede(n) bemüht. Dafür waren einigermaßen reichlich Externe da: Iris mit Dirk und Heuki… …Angreas, Anke und YP… …s’Uschi und Frank… …die wüste Gabi… …und natürlich ‘Stinki-Frinki’ Diduda, der mal wieder billiges Essen und Bier gewittert hatte. Jürgen, als Überraschungsgast aus Genua eigentlich eingeplant, blieb dann doch lieber in Saarbrücken mit und bei Steffi, dafür rief er fast viertelstündlich an. S’Uschi gab sich redlich Mühe, aus der Chorfreizeit eine Ersatz-SCF zu machen. Sie kam rein, übergab sich kurz und verschwand bis zur Abreise im Bett. Bravo! Zu einer Unterhöllgrund-Trophy wie in Schweden hat’s dann aber doch nicht gereicht.
Die Sparkasse am Ende des Universums
Doch bevor man da war, mußte man erstmal hinkommen, nach Unterhöllgrund, ein idyllisches 5 1/2 Einwohnerdorf bei Heidelberg, am Fuße des Katzenbuckels, eingekesselt von so klanghaften und nicht minder winzigen Dörfern wie Gaimühle, Waldkatzenbach, Ingelsbach und Unter-Frinkenbach. Während David keine Probleme hatte, Unterhöllgrund zu finden (schließlich ließ er ja Claudia fahren und konnte Jans reichliche Einkäufte schon ab Bonn wittern), ging das anderen nicht ganz so. Philip verfranste sich mit Nina und Kerstin mitten in Heidelberg und wurde von einem ortsansässigen Taxifahrer einen Berg hinauf geschickt, mit dem Hinweis, an der Sparkasse rechts zu fahren. Doch auch nach Besichtigung des Gipfelkreuzes war noch keine Sparkasse in Sicht. Andreas nutzte diese Annekdote, um zu erzählen, daß es bei ihm in Brensbach einen Sparkassenbus gibt, der einmal in der Woche einen Geldautomaten vorbeifährt.
Angreas verfuhr sich auch, allerdings nur einen Steinwurf von Unterhöllgrund entfernt, nämlich in Strümpfelgrümpf. Dieses Kaff ist besonders berühmt für seinen obergährigen Apfelsaft.
Leben, Proben und Essen in Unterhöllgrund
Das Landschulheim selbst war sehr nett. Direkt an der Höll gelegen, deren Rauschen dafür sorgte, daß man ständig das Gefühl hatte, draußen fällt ein dermaßen starker Regen vom Himmel, daß man latent das Bedürfnis verspürte, eine Arche zu bauen. Der Billiard-Tisch wurde reichlich benutzt, die Außenkegelbahn dafür etwas weniger und die Rentner Anke, Philip und Claudia setzten sich in jeder probenfreien Minute mit einer Wolldecke auf dem Schoß auf die Sonnenterrasse.
Brigitte zum Dank wurde ausgiebigst geprobt, vor allem ein vom kleinen Robert hervorragend arrangiertes hervorragendes Stück namens ‘Puttin’ on the Ritz’ (Pudding auf dem Reis). Silke scheint sich übrigens jetzt schon von ihrem Nachnamen gedanklich verabschiedet zu haben, ließ sie sich doch im Eifer des Probengefechts zu dem Satz hinreißen: “Ihr nölt da doch die ganze Zeit auf dieser Moll-Scheiße rum!”, was soviel heißen sollte wie “Seht Ihr die Stelle mit den kleinen Terzen?”.
S’Uschi ließ von Frank an einem Abend Feuerzangenbowle servieren (sie selbst lag ja im Bett), während (Chor-)Dirk mit zwei Freunden an Bier und Klavier die ganze Truppe mit A-Cappella-Klavier-Musik erfreute. Andreas’ halbstündige ‘We shall overcome’-Improvisation um 3 Uhr nachts wird wohl in die Geschichte Unterhöllgrunds eingegangen sein.
Essen gab’s reichlich und lecker, dank Jans Einkaufsplanung. Angreas verpaßte beim Essen jedem, der ihm nicht schnell genug noch eine Scheibe Brot in den Rachen warf ein Verkaufsgespräch über eine Magnetmatte. Dies führe zu leichten Streitgesprächen mit Jan, was wiederum Brigitte auf den Plan rief, bis am Ende der ganze Tisch in Diskussionen verstrickt war. Ein Highlight: Nina: “Ich habe nicht gesagt, daß Du eingebildet bist.” Jan: “Doch!” Nina: “Gut, aber ich habe vorher gesagt, Du seist vorlaut!”
Aber sonst war’s friedlich und die ein oder andere Flasche Bier/Wein/Sekt ließ Diduda zu solch literarischen Höhen aufsteigen wie “Wein auf Tee? Neee!”.
Fazit
Super war’s. Wer nicht dabei war, hat was verpaßt.
Choeur Fixe
Womit wir bei der nächsten Chorfreizeit wären. Vielmehr handelt es sich um das berühmte Choeur Fixe, das ja immer am Wochenende vor Himmelfahrt stattfindet. Das Tolle: dieses Jahr sogar wirklich. Schmittshausen ist reserviert vom 17. bis zum 20. Mai, Jan erwartet eifrig Anmeldungen und Überweisungen. Und ich erwarte Euch ausnahmslos alle. Special guests in diesem Jahr: Monsieur und Madame “isch-‘abe-gar-kein-‘a” nebst Nachwuchs.
Also, packt die Koffer, vergeßt die Noten nicht, schreibt mir mal wieder und
bis bald, BAB,
Euer Dr. Schröder

